Ernst-Jürgen Bernbeck bleibt 1. Stadtrat
Die Verhandlungskommissionen aus CDU und SPD in Allendorf (Lumda) haben sich in ihrer dritten Gesprächsrunde zunächst auf eine gemeinsame Liste zur Wahl der ehrenamtlichen Stadträte/-innen geeinigt.
Die gemeinsame Liste mit dem Namen „Liste für die Stadt Allendorf (Lumda)“ wird angeführt von Ernst-Jürgen Bernbeck (CDU). Als weitere Bewerber folgen: Werner Thielemann (SPD), Konrad Stelzenbach (CDU), Herbert Lotz (SPD), Manfred Lotz (SPD), Dr. Theo Keup (CDU), Gertrud Ludwig (CDU), Judith Boländer (SPD), Ewald Haubfleisch (CDU), Ingrid Rühl (SPD), Thomas Stein (CDU), Dieter Klaas (SPD) und Apala Raphael Omokoko (SPD).
Die Verhandlungskommissionen bestehend aus Herbert Walther, Werner Thielemann, Dr. Jochen Karl, Apala Raphael Omokoko und Karl-Heinz-Erbach für die SPD sowie Ulrich Krieb, Ernst-Jürgen Bernbeck, Thomas Stein und Konrad Stelzenbach für die CDU, sind damit am Freitagabend, den 27. Mai 2011 im Bürgerhaus Allendorf einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer Zusammenarbeit im Parlament der Stadt Allendorf (Lumda) weitergekommen.
Nachdem Herbert Walther die Verhandlungskommissionen begrüßt hatte, erläuterte er den seitherigen Verhandlungsstand der SPD mit allen anderen im Parlament vertretenen Parteien. Nach Aussage Walthers konnten aus diesen Gesprächen keine tragfähigen Ergebnisse für die zukünftige parlamentarische Arbeit gezogen werden. Als Vorteil für eine engere Zusammenarbeit der Sozialdemokraten mit der CDU sieht Walther die Strukturen beider Parteien, die ähnlich aufgebaut sind und einen fairen Umgang in parlamentarischen Gepflogenheiten bewiesen haben. Die Wahlaussage der CDU Allendorf zugunsten der Bürgermeisterkandidatin der SPD, Annette Bergen-Krause, hat für weiteres Vertrauen gesorgt.
Fraktionsvorsitzender Ulrich Krieb sagte für die CDU, dass man mit der SPD in der Vergangenheit im Parlament in der Sache zwar hart gerungen habe, ein Kompromiss für einen gemeinsamen Weg aber immer gefunden worden sei. Mit ihrem Votum für Annette Bergen-Krause hat die CDU den Weg für die erste Bürgermeisterin in Allendorf (Lumda) geebnet und damit auch eine neue Zeit in Allendorf, Climbach Nordeck und Winnen eingeläutet.
Beide Verhandlungsseiten sind sich in den Sachthemen, die schon in den beiden vorangegangenen Gesprächen behandelt wurden, einig, dass hier Kommissionen aus beiden Parteien gebildet werden müssen, um Anträge für die Stadtverordnetenversammlung vorzubereiten und in den parlamentarischen Prozess einzubringen. Ein zentrales Thema wird die Ausrichtung der Stadt im Bereich der erneuerbaren Energien sein. Hier sollen keine vorschnellen Entscheidungen getroffen werden, sondern im Dialog mit Bürgern, Sachverständigen, Fachbehörden, regionalen Versorgungsunternehmen und Umweltverbänden zunächst die Möglichkeiten der Stadt auf dem Weg zu einer autarken Energieversorgung erörtert werden. Unstrittig ist für beide Seiten, dass man den Umbau der Energieversorgung will. Allendorf muss in der Zukunft auch von den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die ein Umbau der Energieversorgung mit sich bringt, partizipieren können und darf nicht leer ausgehen.
Weitere Themenbereiche sind die städtebauliche Entwicklung der Stadt, die nach wie vor schwierige Haushaltssituation der Stadt und die Verbesserung der Infrastruktur.
Für Mittwoch, den 8. Juni hat man sich auf eine weitere Runde verständigt, die dann den Weg in eine evtl. Koalition für die Wahlperiode 2011–2016 ebnen soll.